Lanzarote 2026: Neue Abgaben & Einreiseregeln – was das für deinen All-Inclusive-Urlaub bedeutet
Sonntag, 23. August 2026 | Kategorie: News

Das Wichtigste auf einen Blick: Lanzarote wird 2026 teurer – und bürokratischer
Wer im Herbst oder Winter 2026 einen All-Inclusive-Urlaub auf Lanzarote plant, sollte drei aktuelle Änderungen kennen: Die Gemeinde Tías – Heimat des meistgebuchten Ferienortes Puerto del Carmen – hat eine Grundsteuerreform beschlossen, die touristische Großimmobilien künftig stärker belastet. Gleichzeitig ist die britische Einreisegenehmigung ETA seit April 2026 teurer geworden, was für Lanzarotes wichtigste Gästegruppe direkte Auswirkungen hat. Und das EU-weite Reisegenehmigungssystem ETIAS steht zum Jahresende 2026 vor dem Start. Alle drei Entwicklungen zusammen verändern die Kosten- und Planungslogik für deinen Lanzarote-Trip – hier erfährst du alles, was du wirklich brauchst.
Passende Angebote: All-Inclusive-Urlaub · Pauschalreisen · Last-Minute-Reisen · Urlaubsschnäppchen
Tías & Puerto del Carmen: Quasi-Touristenabgabe durch Grundsteuerreform
Die wohl überraschendste Nachricht kommt direkt aus dem Herz des Lanzarote-Tourismus: Der Gemeinderat von Tías hat eine Grundsteuerreform beschlossen, durch die große touristische Immobilien künftig höher besteuert werden. Das trifft Hotels, Resorts und Aparthotels, die einen Großteil des All-Inclusive-Marktes auf Lanzarote ausmachen – also Häuser entlang der beliebten Strandmeile von Puerto del Carmen bis La Tiñosa.
Mit der Änderung will die Gemeinde erreichen, dass Bewohner mit selbstgenutztem Wohnraum und große Immobilienbesitzer mit touristischer Nutzung künftig unterschiedlich besteuert werden. Bisher galt in Tías und den angrenzenden Ortschaften ein einheitlicher Steuersatz für alle Immobilien – unabhängig davon, ob es sich um ein Wohnhaus oder ein großes Hotel an der Strandpromenade handelte.
Die Zahlen verdeutlichen, warum der Gemeinderat hier handeln musste: Nach Angaben der Vereinigung der Tourismusgemeinden der Kanaren (AMTC) wurden im vergangenen Jahr in Tías 7.036.098 Übernachtungen gezählt, insgesamt besuchten 1.036.098 Menschen die Gemeinde. Dem stehen laut Gemeindeangaben nur rund 21.000 Einwohner und Steuerzahler gegenüber, die bisher allein für die touristischen Infrastrukturkosten aufkommen mussten. Die Gemeinde betont, dass es wirtschaftlich nicht tragbar sei, wenn die hohen Kosten für touristische Infrastruktur, öffentliche Ausgaben sowie die Belastungen für Stadtbild und Umwelt allein von den Einheimischen getragen werden. Die neuen Regelungen sollen eine gerechtere und progressivere Finanzierung der öffentlichen Dienstleistungen ermöglichen.
Die Reform der Grundsteuer wird als eine Art Tourismusabgabe betrachtet, die im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten eingeführt wird. Die Gemeinde wartet weiterhin darauf, dass die Regierung der Kanaren oder der Inselrat von Lanzarote ähnliche Maßnahmen ergreifen. Sprich: Das könnte erst der Anfang sein. Eine klassische Kurtaxe für Übernachtungsgäste – wie sie auf Gran Canaria schon existiert – ist auf Lanzarote damit noch nicht vom Tisch.
Für dich als All-Inclusive-Urlauber bedeutet das konkret: Die Reform trifft zunächst die Hoteliers und Appartement-Eigentümer, nicht direkt die Gäste per Nacht-Rechnung. Langfristig ist es jedoch realistisch, dass Häuser die gestiegenen Kosten in ihre Preiskalkulationen einarbeiten werden. Buche jetzt Frühbucher-Angebote, um aktuelle Konditionen zu sichern.
Passende Angebote: Kreuzfahrten
Kontext: Gran Canaria als Vorreiter – kommt die Kanaren-Touristensteuer auch nach Lanzarote?
Lanzarote ist mit seinem Vorgehen nicht allein auf den Kanaren. Gran Canaria führte als erste Insel der Kanaren eine klassische Touristensteuer ein: Ab dem 1. April 2025 wird in der Gemeinde Mogán eine Kurtaxe von 15 Cent pro Übernachtung erhoben. Das ist zwar noch sehr moderat, doch die Richtung ist klar. Mit der Einführung der Touristensteuer reiht sich Gran Canaria in eine wachsende Zahl europäischer Reiseziele ein, die eine Abgabe für Besucherinnen und Besucher erheben. Die Maßnahme wird von der Gemeinde als erster Schritt hin zu einer nachhaltigeren Tourismusstrategie gesehen.
Ob weitere Orte auf den Kanaren diesem Beispiel folgen werden, ist noch unklar. Einige lokale Politikerinnen und Politiker haben jedoch bereits Interesse bekundet, ähnliche Maßnahmen in anderen Regionen der Inselgruppe umzusetzen. Angesichts der enormen Besucherzahlen – im Jahr 2024 besuchten rund 17,8 Millionen Menschen die Kanaren, was einen Anstieg von fast zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet – wächst der politische Druck auf alle Inseln, darunter auch Lanzarote, ein eigenes Abgabesystem einzuführen.
Auf den Balearen bleibt die bestehende Ökosteuer 2026 unverändert bei 1 bis 4 Euro pro Person und Nacht. Gute Nachricht für Mallorca-Urlauber: Die geplante Erhöhung der balearischen Touristensteuer ist vom Tisch. Anfang Februar 2026 entschied die Regierung der Balearen, die sogenannte Ökosteuer für die Saison 2026 doch nicht anzuheben. Für Lanzarote existiert eine vergleichbare insulare Kurtaxe bislang noch nicht – das macht die Insel aktuell noch etwas günstiger.
Passende Angebote: Kreuzfahrten
UK ETA wird teurer: Was Briten auf dem Weg nach Lanzarote zahlen müssen
Das zweite wichtige Update betrifft einen Großteil der Lanzarote-Gäste direkt: britische Urlauber. Der Flughafen Lanzarote handhabt Flüge zu vielen europäischen Flughäfen – und laut Passagierstatistiken führen Manchester, London-Gatwick und London-Stansted die Liste der meistgenutzten internationalen Strecken an. Briten sind damit eine der wichtigsten Gästegruppen auf der Insel, gerade in All-Inclusive-Resorts.
Für diese Gäste gilt: Die ETA-Registrierung kostete bei der Einführung im April 2025 zunächst 10 Pfund pro Person, wurde aber kurz nach Einführung auf 16 Pfund angehoben. Nun gab es bereits die nächste Preiserhöhung: Die ETA kostet seit dem 8. April 2026 20 Pfund (rund 23 Euro). Das klingt zunächst wie eine Kleinigkeit – für eine vierköpfige britische Familie, die nach Lanzarote fliegt, summiert sich das jedoch bereits auf rund 92 Euro allein für die Einreisegenehmigung. Und: Seit Februar 2026 wird die Einreisegenehmigung stärker kontrolliert.
Was bisher galt und weiterhin gilt: Staatsangehörige aus Deutschland und den übrigen EU-Staaten benötigen für Einreisen in das Vereinigte Königreich seit dem 2. April 2025 neben einem gültigen Reisepass auch eine elektronische Einreisegenehmigung (ETA). Das ist jedoch die britische ETA für die Reise nach Großbritannien – also relevant, wenn du von Lanzarote zurück nach London fliegst, nicht für die Einreise auf Lanzarote selbst. Lanzarote ist spanisches Staatsgebiet und liegt im Schengen-Raum; für Deutsche und EU-Bürger ist die Einreise nach wie vor ohne Visum oder ETA möglich.
Wichtig für Buchungen: Wenn du als Deutscher ein All-Inclusive-Hotel auf Lanzarote lastminute buchst und dein Urlaubspartner britischer Staatsbürger ist, muss dieser die britische ETA für die Rückreise im Gepäck haben. Die ETA-Registrierung muss für jeden einzelnen Reisenden unabhängig von der Einreiseart gesondert durchgeführt werden. Plant das rechtzeitig ein – mindestens drei Tage vor Abflug.
Passende Angebote: Kreuzfahrten
ETIAS kommt Ende 2026: Was das für Nicht-EU-Gäste auf Lanzarote bedeutet
Für All-Inclusive-Resorts auf Lanzarote, die viele US-amerikanische, kanadische oder australische Gäste empfangen, gibt es noch eine dritte Neuerung: Die EU plant den Start des European Travel Information and Authorisation System (ETIAS) im letzten Quartal 2026. Ein exaktes Datum steht aktuell noch nicht fest.
Die Europäische Kommission nennt als neuen Startpunkt das letzte Quartal 2026. Das Ziel der elektronischen Reisegenehmigung ist es, die europäischen Grenzkontrollen moderner zu gestalten und die Sicherheit im Schengenraum zu verbessern. Konkret bedeutet das: ETIAS soll Verfahrens- und Antragszeiten reduzieren, illegale Einwanderung verhindern und die EU besser vor Terrorismus schützen.
Wen betrifft das? Alle Staatsangehörigen von Ländern, die nicht zur Europäischen Union gehören und die aktuell von einem Visum für den Besuch im Schengenraum befreit sind, brauchen ab dem Start die digitale EU-Reisegenehmigung ETIAS – das sind zum Beispiel Geschäftsreisende oder Touristen aus den USA, Japan oder Kanada, die für einen Kurzaufenthalt unter 90 Tagen einreisen.
Die Einführung des ETIAS zeichnet sich frühestens im letzten Quartal 2026 (Oktober, November oder Dezember 2026) ab. Das System hat sich bereits mehrfach verzögert – zunächst war vom Jahr 2023, dann von 2024 und 2025 die Rede. Dennoch: Wer für Herbst/Winter 2026 eine Pauschalreise nach Lanzarote plant und nicht EU-Bürger ist, sollte die Entwicklung im Blick behalten. Bei den Anträgen kann es zu Betrugsversuchen oder überhöhten Gebühren durch Drittanbieter kommen. Beantrage Einreisegenehmigungen daher ausschließlich über offizielle Behördenportale.
Für deutsche Urlauber ändert sich durch ETIAS nichts: Als EU-Bürger bist du nicht betroffen. Lanzarote bleibt weiterhin ohne Visum oder digitale Voranmeldung erreichbar.
Passende Angebote: Kreuzfahrten
Was bedeutet das für deinen All-Inclusive-Urlaub auf Lanzarote?
Lanzarote ist und bleibt eines der beliebtesten Reiseziele Europas – mit traumhaften Vulkanlandschaften, dem UNESCO-Biosphärenreservat und hervorragenden All-Inclusive-Hotels von Puerto del Carmen bis Playa Blanca. Die aktuellen Entwicklungen verändern jedoch die Planungsgrundlage:
- Preise im Blick behalten: Die Grundsteuerreform in Tías kann mittelfristig in die Hotelpreise einfließen. Frühbucherrabatte sichern dir aktuelle Konditionen.
- Reisedokumente checken: Als Deutscher brauchst du für Lanzarote nur deinen Reisepass. Britische Reisegefährten müssen die UK ETA (jetzt 20 Pfund) für die Rückreise nach GB erledigt haben.
- Non-EU-Gäste aufgepasst: US-Amerikaner, Kanadier und Australier sollten das ETIAS-Startdatum Ende 2026 verfolgen und rechtzeitig einen Antrag stellen – aber nur über offizielle Kanäle.
- All-Inclusive buchen: Trotz aller Änderungen bietet das All-Inclusive-Konzept auf Lanzarote den besten Kostenpuffer, da Essen, Trinken und Animation bereits im Preis enthalten sind – und du nicht von steigenden Restaurantpreisen überrascht wirst.
Du willst die besten Angebote vergleichen? Schau dir jetzt unsere Pauschalreisen nach Lanzarote an oder stöbere in unseren Lastminute-Deals für Lanzarote.
Passende Angebote: Kreuzfahrten
Häufige Fragen zu Lanzarote 2026: Abgaben, Einreise & All-Inclusive
Gibt es auf Lanzarote 2026 eine Touristensteuer?
Nein, Lanzarote hat bisher keine klassische Kurtaxe (Touristensteuer), die pro Nacht von Urlaubsgästen direkt erhoben wird. Allerdings hat die Gemeinde Tías (Puerto del Carmen) eine Grundsteuerreform beschlossen, die touristische Großimmobilien stärker besteuert. Das ist eine indirekte Abgabe, die Hotels treffen kann – aber noch keine direkte Nachtgebühr wie auf den Balearen. Auf Gran Canaria gilt seit April 2025 erstmals eine Kurtaxe von 15 Cent pro Nacht in der Gemeinde Mogán.
Brauche ich als Deutscher für Lanzarote ein Visum oder eine ETA?
Nein. Lanzarote ist spanisches Staatsgebiet und Teil des Schengen-Raums. Als EU-Bürger reist du ohne Visum oder digitale Voranmeldung ein – ein gültiger Personalausweis oder Reisepass reicht. ETIAS betrifft nur Drittstaatsangehörige aus visumfreien Nicht-EU-Ländern.
Was ist ETIAS und betrifft es meinen Lanzarote-Urlaub?
ETIAS (European Travel Information and Authorisation System) ist eine neue EU-Reisegenehmigung, die frühestens im letzten Quartal 2026 starten soll. Sie betrifft ausschließlich Reisende aus Nicht-EU-Staaten, die bisher visumfrei in den Schengen-Raum einreisen durften – etwa US-Amerikaner, Kanadier oder Australier. Deutsche und EU-Bürger sind nicht betroffen.
Was kostet die UK ETA und wer braucht sie auf dem Lanzarote-Trip?
Die britische ETA kostet seit dem 8. April 2026 nun 20 Pfund (ca. 23 Euro) pro Person. Sie ist notwendig für die Einreise nach Großbritannien – also relevant für britische Urlauber, die von Lanzarote zurück nach England, Schottland oder Wales fliegen, sowie für Deutsche, die nach dem Lanzarote-Urlaub weiter nach London reisen. Für die Einreise nach Lanzarote selbst wird keine ETA benötigt.
Lohnt sich All-Inclusive auf Lanzarote trotz steigender Kosten?
Ja, gerade weil Abgaben und Lebenshaltungskosten auf den Kanaren tendenziell steigen, bietet das All-Inclusive-Konzept die beste Kostenkontrolle: Du zahlst einen Fixpreis für Unterkunft, Verpflegung und oft auch Getränke – und musst keine bösen Überraschungen beim Restaurantbesuch fürchten. Frühbucherangebote sichern dir die besten Konditionen vor möglichen weiteren Preisanpassungen.
Ist Lanzarote Teil der EU und des Schengen-Raums?
Ja. Lanzarote gehört als Teil der Kanarischen Inseln zu Spanien und damit zur Europäischen Union. Es gilt europäisches Recht, der Euro ist Währung, und der Schengen-Raum erstreckt sich auf die Insel. Zollrechtlich zählen die Kanaren jedoch nicht zum EU-Mehrwertsteuergebiet – daher sind Waren und Alkohol dort oft günstiger als auf dem europäischen Festland.
Passende Angebote: Kreuzfahrten

